Turbolader VW Passat: TDI und TSI für B2 bis B8

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Turbolader für den VW Passat nach Motorisierung

Welcher Lader in Ihren Volkswagen Passat passt, entscheidet nicht das Baujahr, sondern die Motorkennung. Sie steht im Fahrzeugausweis unter Ziffer 21 und zusätzlich am Motorblock. Wir führen Turbolader für sämtliche Passat-Modelle, für Diesel wie für Benzin, von den frühen Wirbelkammerdieseln des B2 bis zu den aktuellen Biturbo Aggregaten im B8. Die folgenden Motorenfamilien decken den grössten Teil der in der Schweiz zugelassenen Passat-Fahrzeuge ab.

1.9 TDI: 90 bis 130 PS

Der 1.9 TDI prägt den Passat B4, B5 und den frühen B6. Wir führen Abgasturbolader für die Varianten mit 90 PS und 105 PS, 110 PS (81 kW) sowie 130 PS (96 kW). Ab 110 PS arbeitet ein VTG-Lader mit variabler Turbinengeometrie, darunter ein einfacher Wastegate-Lader. Preise von CHF 479.00 bis CHF 609.00.

2.0 TDI: 110 bis 240 PS

Der 2.0 TDI ist die mit Abstand häufigste Dieselmotorisierung im Passat B6, B7 und B8. Verfügbar sind Turbolader für 110 PS, 136 PS und 140 PS, für 150 PS (110 kW) und 170 PS (125 kW). Im Passat B8 kommt zusätzlich der zweistufig aufgeladene Biturbo mit 240 PS zum Einsatz, bei dem ein kleiner Hochdrucklader und ein grosser Niederdrucklader zusammenarbeiten. Diese Baugruppe ist die aufwendigste im Passat-Programm. Preise von CHF 539.00 bis CHF 1'815.00.

2.5 TDI V6: der Passat B5 Diesel

Der 2.5 TDI V6 im Passat B5 ist eine Besonderheit, weil er mit zwei Turboladern arbeitet, einem pro Zylinderbank. Beide Einheiten müssen im Schadensfall geprüft werden, da ein einseitiger Defekt fast immer den zweiten Lader mitnimmt. Wir liefern die passenden Lader für linke und rechte Seite. Preise ab CHF 609.00.

1.6 TDI: 105 bis 120 PS

Der sparsame Selbstzünder kam im Passat B6, B7 und B8 zum Einsatz, oft in den BlueMotion-Ausführungen. Beim 1.6 TDI ist die verharzte VTG-Verstellung das häufigste Schadensbild, weil der Motor viel im Kurzstreckenbetrieb bewegt wird. Preise von CHF 609.00 bis CHF 729.00.

1.4 TSI und 1.8 TSI

Die aufgeladenen Vierzylinder Benziner sind ab dem Passat B6 durchgängig verfügbar. Im Programm sind Turbolader für den 1.4 TSI mit 122 PS, 125 PS, 150 PS und 160 PS sowie für den 1.8 TSI mit 152 PS und 160 PS. Der 1.4 TSI der EA211-Familie im B8 hat den Abgaskrümmer im Zylinderkopf integriert. Preise von CHF 575.00 bis CHF 709.00.

2.0 TSI und 2.0 FSI: 200 bis 280 PS

Für die stärkeren Benziner im Passat führen wir Turbolader mit 200 PS, 210 PS, 220 PS, 235 PS und 240 PS sowie für die Ausführungen mit 272 PS und 280 PS. Diese Einheiten sind wasser- und ölgekühlt ausgeführt und arbeiten mit Wastegate-Ladedruckregelung. Preise von CHF 709.00 bis CHF 1'119.00.

Den exakt passenden Lader für Ihr Fahrzeug finden Sie über die Motorkennung und unseren Konfigurator. Wenn Sie unsicher sind, senden Sie uns die Nummer vom alten Lader oder die Fahrzeugidentifikationsnummer, wir prüfen die Passung vor dem Versand.

Motorkennbuchstaben beim VW Passat

VW hat innerhalb einer Passat-Generation mehrfach auf geänderte Lader gewechselt. Der Motorkennbuchstabe ist deshalb aussagekräftiger als das Modelljahr. Diese Kennungen decken den Grossteil der Anfragen in unserem Betrieb ab:

  • BKP, BMP und BMA: 2.0 TDI Pumpe Düse im Passat B6 mit 140 PS, robuster VTG-Lader.
  • CBAB und CBBB: 2.0 TDI Common Rail im Passat B6 und B7 mit 140 PS und 170 PS.
  • CFFB und CFGB: 2.0 TDI im Passat B7 mit 140 PS und 170 PS, elektrische Verstellung.
  • CRLB und DFCA: 2.0 TDI im Passat B8 mit 150 PS, Euro 5 und Euro 6, unterschiedliche Ladervarianten trotz gleicher Leistung.
  • CUAA: 2.0 Biturbo TDI im Passat B8 mit 240 PS, zweistufige Aufladung.
  • AVF, AWX und AVB: 1.9 TDI im Passat B5 mit 130 PS und 100 PS.
  • AKN und BDG: 2.5 TDI V6 im Passat B5, zwei Lader pro Fahrzeug.

Passat Limousine und Passat Variant teilen sich sämtliche Motoren und damit auch die Turbolader. Ein Turbolader für den VW Passat Variant unterscheidet sich nicht vom Teil für die Limousine. Falls Sie die Kennung nicht finden, genügt uns die Fahrzeugidentifikationsnummer.

Die Generationen des VW Passat im Überblick

Verwandte Modelle auf gleicher technischer Basis finden Sie unter Passat CC, VW CC und VW Arteon.

Abgaskrümmer, Aktuator und VTG-Lader: die Bauteile im Überblick

Auf der heissen Seite des Laders sitzt das Turbinenrad, das über den Abgaskrümmer angeströmt wird. Bei den modernen EA288 und EA211-Motoren im Passat B8 ist der Abgaskrümmer in den Zylinderkopf integriert, was den Lader schneller auf Betriebstemperatur bringt, den Ausbau aber deutlich aufwendiger macht. Auf der kalten Seite verdichtet das Verdichterrad die Frischluft, dazwischen läuft die Welle im Lagergehäuse.

Die Ladedruckregelung übernimmt beim Diesel ein VTG-Lader mit verstellbaren Leitschaufeln. Bewegt wird die Verstellung entweder über ein pneumatisch geregeltes Stellelement, also eine Unterdruckdose, oder über einen elektrischen Aktuator. Beim Passat B8 mit 150 PS und 190 PS meldet der Aktuator seine Position an das Motorsteuergerät zurück. Fällt diese Rückmeldung aus, geht der Motor in den Notlauf, auch wenn der Lader selbst noch intakt ist.

Bei den TSI-Benzinern regelt stattdessen ein Wastegate den Ladedruck. Wie sich die beiden Prinzipien unterscheiden, erklären wir im Beitrag zu Funktion und Aufbau eines Turboladers sowie im Ratgeber zum VTG-Turbolader.

Turbolader VW Passat defekt: typische Anzeichen

Ein defekter Turbolader im VW Passat kündigt sich fast immer an. Typisch sind blauer oder schwarzer Rauch aus dem Auspuff, ein pfeifendes oder heulendes Geräusch beim Beschleunigen, spürbarer Leistungsverlust und das Umschalten in den Notlauf. Beim 2.0 TDI ist zusätzlich erhöhter Ölverbrauch ein Warnsignal, weil die Wellendichtung nachgibt.

Die häufigste Ursache beim Passat-Diesel ist eine verharzte variable Turbinengeometrie. Russpartikel und Ölkohle setzen die Verstellmechanik fest, der Ladedruck lässt sich nicht mehr regeln und das Steuergerät reduziert die Leistung. Beim 2.5 TDI V6 im B5 kommt der schwer zugängliche Ölzulauf hinzu, der bei vernachlässigtem Ölwechsel verkokt. Eine ausführliche Übersicht finden Sie in unserem Ratgeber zu Symptomen und Ursachen bei defekten Turboladern.

Bevor Sie den Lader tauschen, sollte die Ursache geklärt sein. Ein zugesetzter Ölzulauf, ein verstopfter Partikelfilter oder ein Leck im Ladeluftsystem zerstört auch einen neuen Turbolader innerhalb kurzer Zeit. Unser Team in Zürich unterstützt Sie bei der Diagnose und Reparatur.

Turbolader ausbauen und austauschen: worauf es beim Passat ankommt

Der Austausch selbst ist beim VW Passat 3C, also beim B6 und B7, deutlich aufwendiger als beim längs eingebauten B5. Bevor Sie den Lader ausbauen, sollte der Motor kalt sein und die Batterie abgeklemmt werden. Diese Punkte entscheiden nach unserer Erfahrung darüber, ob der neue Lader hält:

  • Ölzulaufleitung: sie verkokt bei fast jedem Schadensfall. Wer sie weiterverwendet, riskiert den nächsten Defekt innerhalb weniger tausend Kilometer. Wir empfehlen grundsätzlich den Ersatz, nicht die Reinigung.
  • Ölleitungen und Rücklauf: der Rücklauf muss frei sein, sonst steigt der Druck im Lagergehäuse und der Lader drückt Öl in den Ansaugtrakt.
  • Neue Dichtung: jede Verbindung zum Krümmer und zum Ladeluftrohr bekommt eine neue Dichtung, gebrauchte Dichtungen sind eine häufige Fehlerquelle.
  • Ventil prüfen: beim Diesel das Abgasrückführungsventil, beim TSI das Schubumluftventil. Ein hängendes Ventil erzeugt Symptome, die einem Laderdefekt gleichen.
  • Ölbefüllung vor dem Start: der neue Lader wird über den Zulauf mit Öl gefüllt und der Motor anschliessend bei deaktivierter Einspritzung durchgedreht, bis Öldruck aufgebaut ist.

Eine bebilderte Anleitung für Ihren Fahrzeugtyp legen wir auf Wunsch der Sendung bei. Passende Ersatzteile, von der Dichtung bis zur kompletten Rumpfgruppe, finden Sie im Shop unter der jeweiligen Motorisierung.

Abgasnorm Euro 5 und Euro 6: was sich am Turbolader ändert

Mit dem Wechsel von Euro 4 auf Euro 5 und später auf Euro 6 hat sich die Belastung des Turboladers im Passat spürbar verändert. Euro-5-Fahrzeuge ab 2009 arbeiten mit Dieselpartikelfilter und hoher Abgasrückführungsrate, wodurch mehr Russ und Ölkohle in die VTG-Verstellung gelangen. Euro-6-Motoren ab 2014 setzen zusätzlich auf SCR-Katalysator und höhere Abgastemperaturen im Regenerationsbetrieb.

Für die Haltbarkeit bedeutet das: Ein Passat B7 1.6 TDI nach Euro 5 im Kurzstreckenbetrieb erreicht die kritische Phase oft schon bei 150'000 km. Derselbe Motor im Pendlerbetrieb mit regelmässigen Autobahnfahrten schafft problemlos 280'000 km. Der Passat ist in der Schweiz häufig ein Vielfahrerfahrzeug, viele Exemplare legen über 30'000 Kilometer pro Jahr zurück, was der Lebensdauer des Laders entgegenkommt.

Beim Ersatz gilt: Der neue Lader muss zur Abgasnorm des Fahrzeugs passen. Originale Turbolader und werksgleich revidierte Einheiten erfüllen diese Anforderung, günstige Nachbauten aus dem freien Markt häufig nicht. Bei der Motorfahrzeugkontrolle ist das relevant.

Revidiert, neu oder Upgrade für den VW Passat?

Ein revidierter Turbolader wird vollständig zerlegt, gereinigt, mit neuen Lagern und Dichtungen versehen und anschliessend auf einer Auswuchtmaschine feingewuchtet. Ausgetauscht werden dabei die Rumpfgruppe, also die Kartusche mit Welle und Lagerung, sowie sämtliche Dichtungen. Das Verdichtergehäuse aus Aluminium und das Turbinengehäuse werden gereinigt und weiterverwendet. Das Ergebnis entspricht Originalqualität, kostet aber deutlich weniger als ein Neuteil. Für die meisten Passat-Fahrer ist das die wirtschaftlich sinnvollste Lösung, und sie ist ressourcenschonend, weil das Kernstück weiterverwendet wird.

Ein neuer Turbolader vom Erstausrüster, etwa von Garrett, BorgWarner oder IHI, bietet maximale Lebensdauer. Er ist dort sinnvoll, wo das Ausgangsteil nicht mehr instandsetzbar ist, was beim Biturbo des B8 gelegentlich vorkommt.

Ein Upgrade Lader mit grösserem Verdichterrad ist für Passat-Fahrer interessant, die beim 1.8 Turbo des B5 oder beim 2.0 TSI mehr Ladedruck wollen. Beachten Sie, dass in der Schweiz jede Leistungssteigerung eintragungspflichtig ist und vor der Weiterfahrt beim Strassenverkehrsamt geprüft werden muss.

Montagesatz, Dichtungssatz und Unterdruckdose

Wer einen Turbolader am VW Passat wechselt, sollte den Dichtungssatz gleich mitbestellen. Ein Turbolader-Montagesatz mit Dichtung, Schrauben und Ölleitungsdichtungen kostet bei uns zwischen CHF 35.00 und CHF 39.00 und verhindert Folgeschäden durch undichte Verbindungen. Passende Sätze führen wir für die VW Group Motoren 1.4 TSI, 1.8 Turbo, 1.9 TDI sowie 2.0 TDI.

Ist ausschliesslich die pneumatische Verstellung defekt, reicht oft der Tausch der Unterdruckdose. Das ist gegenüber einem kompletten Ladertausch erheblich günstiger und lohnt sich vor allem bei den 2.0-TDI-Motoren mit VTG-Lader.

Preise und Lieferung in der Schweiz

Wenn Sie einen Turbolader für den VW Passat kaufen möchten, liegt unser Angebot zwischen CHF 479.00 und CHF 1'815.00, je nach Motor und Ausführung. Die Spanne erklärt sich durch die Bandbreite der Motorisierungen, vom 1.9 TDI im B4 bis zum zweistufigen Biturbo im B8. Alle Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer. Auf revidierte Lader gewähren wir zwei Jahre Garantie.

Sie können jeden Lader direkt online bestellen, Ihre Bestellung verlässt unser Lager in Zürich werktags innerhalb von 24 Stunden. Die Bezahlung ist unter anderem per TWINT, Karte und Rechnung möglich. Für Ihr Altteil erhalten Sie im Rahmen unseres Kautionssystems einen Teil des Kaufpreises zurück, sobald der defekte Lader bei uns eintrifft. Eine Übersicht der Wechselkosten nach Marke und Motor finden Sie im Ratgeber Turbolader wechseln Kosten Schweiz.

Häufig gestellte Fragen zum Turbolader für den VW Passat

Was kostet ein Turbolader für den VW Passat?

Bei GB Turbo starten revidierte Turbolader für den VW Passat bei CHF 479.00. Für den 2.0 TDI liegen die Preise meist zwischen CHF 539.00 und CHF 729.00, für die TSI-Benziner bei rund CHF 575.00 bis CHF 709.00. Der zweistufige Biturbo im Passat B8 mit 240 PS kostet CHF 1'815.00. Hinzu kommen der Montagesatz ab CHF 35.00 und der Einbau in der Werkstatt.

Wie lange hält ein Turbolader im VW Passat?

Die durchschnittliche Laufleistung beim 2.0 TDI beträgt nach unserer Werkstatterfahrung rund 220'000 km. Bei regelmässigem Ölwechsel mit freigegebenem Öl sind 200'000 km bis 300'000 km realistisch. Die Haltbarkeit hängt vor allem von der Ölqualität und vom Ölwechselintervall ab. Kurzstreckenbetrieb und sofortiges Abstellen des Motors nach schneller Fahrt verkürzen die Lebensdauer spürbar. Mehr dazu im Ratgeber zu Pflege und Lebensdauer.

Warum hat mein Passat zwei Turbolader?

Zwei Gründe kommen infrage. Beim 2.5 TDI V6 im Passat B5 sitzt je ein Lader pro Zylinderbank, beide arbeiten parallel. Beim 2.0 Biturbo TDI im Passat B8 mit 240 PS arbeiten dagegen ein kleiner und ein grosser Lader in Reihe, der kleine sorgt für Ansprechverhalten bei niedriger Drehzahl, der grosse für Leistung oben heraus. In beiden Fällen sollten die Einheiten gemeinsam geprüft werden.

Passt ein Turbolader vom Audi A4 in meinen Passat B5?

Häufig ja, weil der Passat B5 und der Audi A4 B5 auf derselben Plattform stehen und dieselben Motoren nutzen. Das gilt für den 1.8 Turbo, den 1.9 TDI und den 2.5 TDI V6. Massgebend ist immer die Motorkennung, nicht das Fahrzeugmodell. Dasselbe Prinzip gilt für den Skoda Superb und den Seat Exeo.

Woran erkenne ich, ob mein Passat einen VTG-Lader oder ein Wastegate hat?

Alle Dieselmotoren im Passat ab dem 1.9 TDI mit 110 PS nutzen einen VTG-Lader mit verstellbaren Leitschaufeln. Die schwächeren Diesel und sämtliche TSI und FSI Benziner arbeiten mit Wastegate. Sichtbar wird der Unterschied am Stellelement: eine runde Unterdruckdose mit Gestänge deutet auf die pneumatische Variante hin, ein eckiger elektrischer Aktuator mit Stecker auf die moderne geregelte Ausführung.

Kann ich den Turbolader am VW Passat selbst wechseln?

Beim längs eingebauten 1.9 TDI im Passat B5 ist der Zugang vergleichsweise gut. Beim quer eingebauten 2.0 TDI ab B6 und erst recht beim Biturbo im B8 ist der Ausbau deutlich enger, und der Ölzulauf muss zwingend gespült oder ersetzt werden. Wir empfehlen den Einbau in einer Fachwerkstatt, weil sonst der Garantieanspruch entfällt.

Weitere Modelle finden Sie im VW Turbolader Überblick sowie auf den Seiten zu VW Golf, VW Touran und VW Sharan, die sich viele Motoren mit dem Passat teilen.