Turbolader VW Crafter: revidiert für 2.5 TDI und 2.0 TDI

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Für den VW Crafter führen wir Turbolader für beide Generationen, vom 2.5 TDI im Crafter I bis zum 2.0 TDI Biturbo im Crafter II und MAN TGE. Revidierte Lader beginnen bei CHF 559, der Biturbo liegt bei CHF 1’169 bis CHF 1’257. Alles liegt in Zürich am Lager und hat 2 Jahre Garantie.


Welche Motoren und Generationen wir abdecken

Für den VW Crafter führen wir Turbolader für beide Generationen, vom 2.5 TDI mit 88 PS bis zum 2.0 TDI Biturbo mit 180 PS. Der Crafter II teilt sich die Technik mit dem MAN TGE, der Crafter I mit dem Mercedes Sprinter der Baureihe 906.

GenerationMotorLeistungPreis revidiert
Crafter I, 2006 bis 20162.5 TDI88 und 109 PSCHF 575 bis CHF 589
Crafter I2.5 TDI136 und 163 PSCHF 575 bis CHF 589
Crafter I und II2.0 TDI109 bis 140 PSCHF 559
Crafter I und II2.0 TDI Biturbo142 bis 180 PSCHF 1'169
Crafter II, ab 20162.0 TDI102 bis 177 PSCHF 595 bis CHF 649
Crafter II und MAN TGE2.0 TDI Biturbo177 PS / 130 kWCHF 1'257

Welcher Lader sitzt in Ihrem Crafter?

Der 2.5 TDI im Crafter I gibt es in vier Leistungsstufen, und die Lader unterscheiden sich zwischen der frühen und der BlueMotion Ausführung. Entscheidend sind Motorkennbuchstabe, Leistung und Baujahr. Beim 2.0 TDI Biturbo arbeiten ein kleiner und ein grosser Lader zusammen, geliefert wird die komplette Einheit. Die Unterdruckdose für den 2.5 TDI führen wir als Einzelteil ab CHF 169, denn sie ist häufiger defekt als der Lader selbst.

Welche Probleme treten beim Crafter am häufigsten auf?

Beim Crafter ist die Unterdruckdose der Verstellmechanik das bekannteste Verschleissteil. Wird sie undicht, erreicht der Lader den geforderten Ladedruck nicht mehr und das Steuergerät schaltet in den Notlauf. Typisch ist, dass der Fehler unter Last und am Berg auftritt, im Leerlauf aber alles normal wirkt. Ein Transporter im Lieferdienst ist dafür besonders anfällig, weil er ständig mit Zuladung und im Kurzstreckenbetrieb läuft.

  • Unterdruckdose: undicht oder festgerostet, der Lader regelt nicht mehr. Als Einzelteil deutlich günstiger als ein neuer Lader.
  • 2.5 TDI: verrusste Leitschaufeln durch Kurzstrecke und hohe Zuladung.
  • Ölversorgung: bei überfälligen Ölwechseln setzt sich die Zulaufleitung zu, die Lagerung stirbt.
  • Ladeluftschläuche: bei Nutzfahrzeugen mit hoher Laufleistung reissen sie an den Übergängen und kosten Ladedruck.

Mehr zu den Symptomen im Beitrag Turbolader defekt: Symptome und Ursachen.

Wie ist der Abgasturbolader im Crafter aufgebaut?

Der Abgasturbolader besteht aus einem Turbinenrad auf der Abgasseite und einem Verdichter auf der Ansaugseite, verbunden über eine gemeinsame Welle und geschmiert über den Motorölkreislauf. Die Dieselmotoren arbeiten als VTG-Lader mit verstellbaren Leitschaufeln, geregelt über ein pneumatisch geregeltes Stellelement oder, bei den neueren Motoren, über einen elektrisch geregelten Aktuator mit linearem Positionssensor. Die Benziner nutzen eine Wastegate-Ladedruckregelung mit Schubumluftventil.

Zu jedem Abgasturbolader gehört ein Dichtungssatz, denn jede Dichtung zwischen Lader, Abgaskrümmer und Ölzulaufleitung ist ein Einwegteil. Die Haltbarkeit hängt beim Volkswagen Crafter vor allem an der Ölversorgung, mit sauberer Ölpflege sind 200'000 km realistisch.

Welchen Motorkennbuchstaben hat Ihr VW Crafter?

Der Motorkennbuchstabe ist beim VW Crafter die sicherste Angabe für die Auswahl des Turboladers. Er steht im Serviceheft, in den Fahrzeugpapieren und auf dem Motorblock. Zusammen mit der Leistung in PS und der Nummer auf dem Typenschild des alten Abgasturboladers reicht er, um die passende Einheit eindeutig zu bestimmen.

  • Crafter I, 2006 bis 2016: 2.5 TDI: BJJ, BJK, BJL und BJM, 2.0 TDI: CKTB, CKTC und CSNA
  • Crafter II, ab 2016: 2.0 TDI: DAUA, DAUB, DAUC und DAUE

Viele dieser Motoren laufen auch in anderen Modellen des Konzerns. Ein Turbolader VW Crafter passt deshalb häufig in mehrere Fahrzeuge, solange Motorkennbuchstabe und Leistung übereinstimmen. Umgekehrt gilt: gleiche Hubraumangabe bedeutet nicht gleicher Lader, denn zwischen den Leistungsstufen unterscheiden sich Turbinengehäuse, Verdichterrad und Stellelement.

Wie prüfen Sie den Turbolader vor dem Tausch?

Rund um den Abgasturbolader sitzen mehrere Bauteile, die dieselben Symptome auslösen und einen Bruchteil kosten. Bevor Sie einen Lader für Ihren VW Crafter bestellen, arbeiten Sie diese Reihenfolge ab.

  1. Fehlerspeicher auslesen. Codes wie P0299 oder P2563 zeigen ein Problem der Ladedruckregelung an, nicht zwingend einen defekten Abgasturbolader.
  2. Ist- und Sollwert des Ladedrucks im Diagnosegerät vergleichen, einmal im Stand und einmal unter Last.
  3. Ladeluftschläuche und Schellen zwischen Lader, Ladeluftkühler und Ansaugbrücke auf Risse und Öl prüfen.
  4. Unterdruckleitungen, Magnetventil und Unterdruckdose kontrollieren.
  5. Ladedrucksensor, Luftmassenmesser und Abgasgegendruck prüfen, also auch Partikelfilter und Katalysator.
  6. Erst zuletzt das Spiel der Welle fühlen. Axiales Spiel oder ein Verdichterrad, das die Gehäusewand berührt, heisst: der Abgasturbolader ist fällig.

Diese Reihenfolge spart im Schnitt mehr Geld als jeder Preisvergleich, weil ein grosser Teil der gemeldeten Laderschäden in Wirklichkeit Schläuche, Ventile und Sensoren betrifft.

Was gehört beim Einbau eines revidierten Turboladers dazu?

Ein Turbolader VW Crafter fällt selten von allein aus. In den meisten Fällen liegt die Ursache im Umfeld, und genau dort entscheidet sich, wie lange der neue Lader hält.

  • Ölkreislauf spülen, damit Späne und Ölkohle aus dem alten Lader nicht in den neuen gelangen.
  • Ölzulauf- und Ölrücklaufleitung erneuern oder mindestens auf freien Durchgang prüfen.
  • Ladeluftkühler und Schläuche von Öl reinigen, sonst saugt der Motor das Öl beim ersten Start an.
  • Neuen Dichtungssatz verwenden, jede Dichtung am Abgasturbolader ist ein Einwegteil.
  • Luftfilter und Kurbelgehäuseentlüftung prüfen und bei Bedarf tauschen.
  • Motoröl und Ölfilter wechseln, danach den Motor vor dem ersten Lastbetrieb im Leerlauf laufen lassen.

Warum ein Abgasturbolader kurz nach dem Wechsel erneut ausfällt, erklärt der Beitrag Turbolader nach dem Wechsel wieder defekt.

Verwandte Fragen zum Thema Turbolader VW Crafter

Was kostet ein Turbolader für den Crafter?

Das Bauteil kostet bei uns CHF 559 bis CHF 1'257. Der Biturbo liegt am oberen Ende, weil er als komplette Einheit geliefert wird. Einen Überblick über die Kosten gibt der Ratgeber Turbolader wechseln Kosten.

Muss beim Notlauf immer der Lader getauscht werden?

Nein. Beim Crafter lohnt sich zuerst die Prüfung von Unterdruckdose, Magnetventil und Schläuchen. Erst wenn diese in Ordnung sind und die Verstellmechanik klemmt, ist der Lader fällig.

Wie lange hält ein Turbolader?

Bei sauberer Ölpflege sind 200'000 Kilometer üblich. Kurzstrecke, überfällige Ölwechsel und ein verstopftes AGR-Ventil verkürzen die Lebensdauer deutlich.

Warum einen revidierten Turbolader bei GB Turbo kaufen?

  • Jeder Abgasturbolader wird zerlegt, gereinigt, mit Neuteilen in Originalqualität aufgebaut und auf dem Prüfstand gewuchtet.
  • 2 Jahre Garantie auf jeden Lader, Versand ab Lager Zürich innerhalb von 24 Stunden in die ganze Schweiz.
  • Beratung durch einen Techniker, der die Passung anhand von Motorkennbuchstabe, Leistung und Typenschild abgleicht.
  • Zahlung mit Twint, Klarna oder auf Rechnung. Zur Kaution für das Altteil informiert die Seite Turbolader Kaution.

Alle Lader liegen in Zürich am Lager, gehen innerhalb von 24 Stunden raus und haben 2 Jahre Garantie. Den passenden Montagesatz führen wir ab CHF 35. Weitere Baureihen finden Sie unter Volkswagen Turbolader.